Blüthner Meister-Konzert mit Hannes Pohlit, Deutschland

24. Februar 2019 - 17:00
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In seinem zweiten Klavierabend in der Reihe der Blüthner Meister-Konzerte möchte Hannes Pohlit drei Komponisten vorstellen, die ihm besonders viel bedeuten: Franz Liszt, George Enescu und Hans Werner Henze. Franz Liszts Fantasie und Fuge über den Choral „Ad nos, ad undam salutarem“ aus Giacomo Meyerbeers Oper „Der Prophet“ ist das berühmteste Orgelwerk der Romantik und entstand 1850 für die Einweihung der Ladegast-Orgel im Merseburger Dom. Liszts Schüler Ferruccio Busoni bearbeitete das Werk 1897 für Klavier, wobei er an einigen Stellen – ganz im Stil von Liszts originalen Klavierwerken – pianistische Kadenzen einfügte. George Enescu, dessen Musik in seinem Heimatland Rumänien schon zu seinen Lebzeiten besonders gepflegt wurde, war als Komponist, Violinist, Dirigent und Lehrer ein Universalgenie, dessen Bedeutung inzwischen auch international immer mehr anerkannt wird. Neben spätromantisch-monumentalen Orchesterwerken schuf Enescu eine Reihe von Kammermusikwerken, in denen er einen von der rumänischen Volksmusik inspirierten, völlig eigenständigen und im Kontext der Musikgeschichte schwer vergleichbaren Stil entwickelte: darunter die 3. Violinsonate (« dans le caratère populaire roumain »), das Klavierquintett op. 29 und die 1. Klaviersonate. Aus den verminderten und übermäßigen Intervallen der Zigeuner-Tonleitern entwickelt Enescu darin eine ganz neu- und eigenartige Harmonik und versetzt die Hörer in eine dunkle, sensible Traumwelt. Hans Werner Henze ist vor allem als Opernkomponist und Sinfoniker bekannt. Dennoch gehört seine Klaviermusik zum Schönsten, was in der Musik der jüngsten Vergangenheit für Klavier komponiert worden ist. Die „Lucy Escott Variations“ handeln von der gleichnamigen Opernsängerin des 19. Jahrhunderts, die – nach Henzes Vorstellung – aus übergroßer Liebe zum Komponisten Vincenzo Bellini immer zarter und durchsichtiger wurde, bis sie sich in eine Nymphe verwandelte. In Henzes Variationen erscheint die Arie „Come per me sereno“ aus Bellinis Oper „La Sonnambula“ als Thema, das in immer feineren Verästelungen in die Welt der Geister und Elfen entrückt wird und sich schließlich dort auflöst. Programm: Hans Werner Henze (1926-2012) Lucy Escott Variations (1963, original für Cembalo, für Klavier eingerichtet von Klaus Billing) George Enescu (1881-1955) Klaviersonate Nr. 1 fis-moll op. 24 Nr. 1 (1924) Allegro molto moderato e grave Presto vivace Andante molto espressivo - Pause - Franz Liszt (1811-1886) Fantasie und Fuge über den Choral “Ad nos, ad undam salutarem” (1850) (für Orgel) Transkription für Klavier (1897) von Ferruccio Busoni (1866-1924) Fantasie Adagio Fuge Hannes Pohlit ist einer der vielseitigsten Musiker seiner Generation. Aufgewachsen in Rheinland-Pfalz, studierte er Komposition, Musiktheorie, Dirigieren und Klavier in Frankfurt/Main, München, Leipzig und Weimar. Nach Stationen als Dirigent am Opernhaus Erfurt, als Gast u. a. bei der Jenaer Philharmonie und der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl sowie als Künstlerischer Leiter eines Spezialensembles für zeitgenössische Musik, hat sich Hannes Pohlit in den letzten Jahren mit einer vielfältigen Konzerttätigkeit als Pianist und als Komponist profiliert und gibt Klavierabende und Kammermusikkonzerte in vielen deutschen Städten. In dieser Doppelfunktion war er 2014 ’Artist in residence’ des von Hans Werner Henze gegründeten Festivals “Cantiere Internazionale d'Arte" in Montepulciano (Italien), wo unter der Leitung von Roland Böer seine Sinfonietta für großes Orchester “Il Vento“ zur Uraufführung kam. Weitere Auftragswerke entstanden u. a. für das Künstlerhaus Edenkoben, das Kammerensemble der Dortmunder Philharmoniker sowie für das Thüringer Landestheater Rudolstadt und die Thüringer Symphoniker. 2018 eröffnete die Uraufführung seines Violinkonzerts „Humanité“ den Leipziger OrgelHerbst in der Nikolaikirche (Solist: Stefan Arzberger). Nach Lehraufträgen u. a. an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ und an der Blüthner Klavierschule Leipzig wurde Hannes Pohlit 2017 als festangestellter Dozent an die Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar berufen. Im Zentrum seines Repertoires stehen die Klaviermusik Franz Liszts und die Musik des Fin de Siècle. Als gefragter Kammermusikpartner verfügt er über ein umfassendes Repertoire von der Klassik bis in die Gegenwartsmusik. „Die Rheinpfalz“ schrieb über ihn: „Seine flinken Finger verbinden solide Virtuosität mit der Eleganz eines Chopin und der Brillanz eines Czerny. Stets zeigt er sich als feinsinniger Gestalter, der jeden Ton zu schätzen weiß und ihm Farbe, Glanz und Kontur gibt.“ Eintritt: 15 €, ermäßigt 13 € Vorverkauf ca. acht Wochen vor Veranstaltungsbeginn in der Tourist-Information Markkleeberg oder an allen bekannten reservix-Vorverkaufsstellen Ticket-Hotline: 01806 700733 (24 h)
Rubrik(en): 
Konzert
Termin(e): 
Sonntag, 24.02.2019 - 17:00
Wo: 
Spiegelsaal (EG)
Veranstaltungsort: 
Raschwitzer Straße 13
04416  Markkleeberg
Deutschland
Telefon: 
+49 341 3541410
Haltestelle: 
HST Parkstraße (Busse 65,70,107,108) S-Bahnhof Markkleeberg Nord (S2, S3, S5, S5X)
Veranstalter: 
Stadt Markkleeberg
Rathausplatz 1
04416  Markkleeberg
Deutschland
Telefon: 
+49 341 35 414 10
Fax: 
+49 341 35 414 20

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